Der künftige Gesundheitsminister zeigte sich beim Thema 3-D-Drucken auf der Höhe: „Es sollen künftig ja sogar menschliche Organe wie Leber und Herz gedruckt werden können, sagte Jens Spahn am Dienstag beim Besuch der „3-D.services GmbH“ und „Nanobay“ im Gronauer Wirtschaftszentrum.

Einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit sieht Jan Schuboth, Geschäftsführer der 3-D.services GmbH in der Beratung. „Wo kann man 3-D-Druck einsetzen? Das ist der Ansatzpunkt, wo wir ins Spiel kommen. Wir erstellen für Unternehmen Konzepte.“

Damit ist das Unternehmen nicht nur Nachbar, sondern auch spannender Partner für Nano-Wissenschaftler Gregor Luthe, der mit seinem Unternehmen Nanobay im ROCKET-Innovationsprojekt „Antibacterial Materials“ unter Anderem genau für diese Anwendung antibakterielle Materialien entwickelt. So können in den 3-D-Druck-Konzepten auch antibakterielle Werkstoffe und Lacke eingesetzt werden. Und das ist wiederum für den künftigen Gesundheitsminister interessant; sind doch gerade resistente Keime eine wachsende Gefahr in Krankenhäusern. „Mit unserem Partner Senbis konnten wir aus unseren antibakteriellen Verbindungen Filamente für den 3D Druck entwickeln. Mit der 3-D.services GmbH haben wir einen Partner gefunden, der das Material nun sowohl für die Automobilindustrie als auch für den Maker Market positioniert.“, bewertet Gregor Luthe die Konstellation.

Zum einen fokussiert die Zusammenarbeit beider Unternehmen auf den Einsatz von kompostierbarem und damit nachhaltigen 3D-Druckmaterial, welches mit antibakteriellen Eigenschaften versehen wird und zugleich temperaturstabil ist.

Darüber hinaus kann mit antibakteriellem Coating diese Eigenschaft auch Kunststoffen, wie zum Beispiel 3-D-Objekten im Nachhinein verliehen werden. Das Besondere am eingesetzten Lack ist, dass er auch ohne Plasmavorbehandlung auf PE und PP aufgetragen werden kann. Die Anwendungen liegen im Bereich der medizinischen Anwendungen von Oberflächen. Die Testung erfolgt gerade in der Uniklinik in Frankfurt in der Intensivstation.