Am 1. September 2016 trafen sich über 100 hochrangige Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zum Kick-off Meeting des INTERREG V A-Projekts „ROCKET“ im Euregio Forum in Kleve. Gastgeber war das Projekt-Konsortium, welches das Projekt mit 8 Mio. Euro Budget in die Grenzregion der Niederlande, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen geholt hat.

Wettbewerbsfähigkeit durch einen schnellen Technologietransfer

„ROCKET“ steht für RegiOnal Collaboration on Key Enabling Technologies und fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft im deutsch-niederländischen Grenzgebiet zwischen Nordsee und Niederrhein zur Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation. Im Fokus stehen Schlüsseltechnologien (KET, Key Enabling Technologies) wie Nanotechnologie, Mikrosystemtechnik, Mikro- und Nanoelektronik, innovative Materialien und Werkstoffe sowie Photonik. Diese bilden die technologische Grundlage für die Antworten auf die globalen Herausforderungen.

Ziele des Projektes sind Aufbau, Förderung und Durchführung von bis zu 10 grenzüberschreitenden Innovationsprojekten in den Anwendungsbereichen Gesundheit, Energie und Produktion sowie die Finanzierung von bis zu 15 Machbarkeitsstudien zur Evaluierung von Projektideen. So soll der Wissenstransfer zur Entwicklung von bis zu 40 marktfähigen, KET-basierten Produkten erreicht werden. Mit dem Aufbau eines grenzüberschreitenden Netzwerks mit einem großen Pool von High-Tech KMU und der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit dieser KMU zur Förderung von Wachstum und der Schaffung von Arbeitsplätzen hat dieses Projekt einen hohen regionalen Wert für das deutsch-niederländische Grenzgebiet.

Das Hightech Potenzial der Grenzregion als strategischer Vorteil

INTERREG-Projekte fördern die länderübergreifende Zusammenarbeit von Regionen im Rahmen des Ziels der „Europäischen Territorialen Zusammenarbeit“. Damit gehören sie zu den zentralen Instrumenten der europäischen Kohäsions- bzw. Regionalpolitik. INTERREG V A Programmmanager Sjoerd Zoete sagte mit Blick auf das Projekt: „Das INTERREG V A Projekt ROCKET stärkt das Hightech Potenzial in der Deutsch-Niederländischen Grenzregion und stimuliert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Unternehmen als auch unter den involvierten Mitarbeitern.“ Deshalb waren unter den Gästen auch sämtliche Unterstützer vertreten: INTERREG Deutschland-Nederland, das Ministerie van Economische Zaken, das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen, die Niedersächsische Staatskanzlei sowie die Provinzen Overijssel und Gelderland. Neben der Vorstellung des Programms und den Rahmenbedingungen wurden auch die vier bereits gestarteten Innovationsprojekte präsentiert. Beim Intermezzo gab es in einem Wasserraketen-Maker-Workshop viel Raum für einen intensiven Gedankenaustausch, neue Projektideen und nicht zuletzt erfrischende Erkenntnisse durch selbst gebaute Wasserraketen. So bot die Veranstaltung den zahlreichen Gästen sowohl einen guten Überblick über das Projekt als auch die Möglichkeit, sich gleich mit potenziellen Projektpartnern zu vernetzen.

Mit der Kick-off Veranstaltung wurde das Projekt erstmals öffentlich vorgestellt. Nun freuen sich die ROCKET Projektpartner auf zahlreiche Bewerbungen aus der Grenzregion mit Ideen zu den Innovationsprojekten und Machbarkeitsstudien. Weitere Informationen zum INTERREG-Programm Deutschland-Nederland unter www.deutschland-nederland.eu, alle Informationen zu ROCKET finden Sie unter www.rocket-innovations.eu